
Faderhead

The Birthday Massacre

Combichrist

Das Ich

Impressionen & Feuerwerk |
18. Dark Dance Treffen 15.07.2006 Universal D.O.G. Lahr
Bereits einige Stunden vor Einlass
brutzelten die ersten Schwarzgekleideten auf dem vor Hitze flirrenden
Parkplatz vor dem Universal D.O.G. in Lahr vor sich hin. Je mehr
Feierwütige anreisten, umso stärker materialisierte sich die Vorfreude auf
den bevorstehenden Abend. Die Zeit bis zum ersten Konzert konnte man sich
gut an diversen Ständen vertreiben. Ganz Mutige wagten sich an die Nudeln
mit Hühnchenfleisch des mehr als schlecht vorbereiteten Anbieters recht
einfacher Verpflegung. Doch davon ließ sich niemand die entspannte
sommerliche Stimmung verderben.
So zogen auch viele die Konversation in der Abendsonne den Hamburgern von
Faderhead vor. Diese erklommen als Erste die Bühne und übernahmen
somit die etwas schwierige Aufgabe, das Publikum mit ihrem eigensinnigen
Elektro-Punk-Mix in Schwingungen zu versetzen. So wurden die drei eher
aufmerksam beobachtet und hier und da mit zustimmendem Kopfnicken belohnt.
The Birthday Massacre wurden da schon anders erwartet und
empfangen. Langsam wurde es im Hauptraum enger. Die gutgelaunte Chibi
stand ihren energiegeladenen Musikern in Nichts nach und tobte trotz der
Hitze ungebremst um ihr Mikro. So gab es nicht eine Sekunde Stillstand auf
der den Kanadiern schon fast zu kleinen Bühne und sie wurden erst nach
einer Zugabe vom begeisterten Publikum entlassen.
Danach folgte der von Vielen ersehnte Andy LaPlegua (Icon of Coil; Panzer
AG) mit Combichrist. Der Platz vor der Bühne wurde schlagartig auf
ein Nichts reduziert und die Spannung gebar Materie. Aus dem Dunkel
stürzte LaPlegua in ein Stroboskopgewitter, welches fortwährend anzuhalten
schien. Die Massen tobten und ließen sich scheinbar willenlos mit
Combichrist-Aggressionen überschütten. Einige Fans gaben nach einer Weile
schweißüberströmt auf und verpassten so LaPleguas umjubeltes Bad in der
Menge. Glücklicherweise konnte sich jeder nach dieser Anstrengung bei
einem abwechslungsreichen und akustisch intensiven Feuerwerk entspannen,
das sich in einer geradezu mystisch anmutenden Rauchwolke auflöste.
Routiniert übernahmen danach Das Ich in ihrer Funktion als
Headliner des Abends die unterhaltungssüchtige Menge, die noch lange nicht
genug hatte. In der Personifikation eines roten Derwisch überbrachte
Stefan Ackermann seine emotions-überbordenden Grimassen mit Hilfe der
Musik. Die Menge nahm gierig jede Bewegung auf und warf sie um ein
Vielfaches zurück. Nur zu bald war auch diese Darbietung zu Ende und den
noch nicht müden Gästen des 18.DDT verblieben 'nur' noch die verschieden
thematisierten Dancefloors von Mittelalter bis zu Elektro, um die heiße
Sommernacht bis ins Morgengrauen zu Ende zu bringen. |